Gerüstobjekte
Jedes Gerüst erhält einen eigenen Vorgang mit Baustellenbezug. So bleiben Unterlagen und Ereignisse am passenden Objekt.
Für Gerüstbaubetriebe
Nicht abgerechnete Verlängerungen und fehlende Freigabeunterlagen kosten im Jahr Geld und schaffen Risiken. Gerüstbuch hält Aufbau, Prüfung, Freigabe, Umbau und Abbau für jedes Gerüstobjekt in einem Ablauf fest.
Der heutige Aufwand
Auf Baustellen liegen Freigabeprotokolle und Kennzeichnungen oft am Gerüst, während die Abrechnung im Büro entsteht. Mündliche Verlängerungen, Umbauten und Rückfragen müssen später aus Notizen, Telefonaten und Erinnerungen rekonstruiert werden.
Ein Gerüst bleibt länger stehen, ohne dass der neue Zeitraum an der Rechnung sichtbar wird. Die Information liegt beim Kolonnenführer, beim Bauleiter oder nur im Gespräch mit dem Auftraggeber.
Freigabeprotokolle und Prüfnotizen können am Gerüst fehlen, durchnässen oder nicht ins Büro gelangen. Bei einer Rückfrage ist der Nachweis nicht automatisch dem richtigen Objekt zugeordnet.
Nach einem wesentlichen Umbau muss nachvollziehbar sein, was geprüft wurde. Wenn Änderungen nur mündlich weitergegeben werden, fehlt ein belastbarer Verlauf.
Nach einer Beanstandung zählt, wer wann gehandelt hat. Ohne einheitliche Zuordnung zu Gerüst, Baustelle und Vorgang beginnt die Suche in mehreren Ordnern und Telefonlisten.
Ein Ablauf je Objekt
Gerüstbuch führt die Vorgänge in der Reihenfolge, in der sie auf der Baustelle entstehen. Jede Eingabe wird einem Gerüstobjekt zugeordnet, damit der Betrieb Prüfung, Freigabe und Standzeit gemeinsam nachhalten kann.
Für Baustelle und Gerüst wird ein Objekt angelegt. Der Aufbau markiert den Beginn der dokumentierten Standzeit und schafft den Bezug für alle folgenden Vorgänge.
Nach Aufbau oder wesentlicher Änderung wird die Prüfung am Objekt erfasst. Die Freigabe bleibt zusammen mit Prüfdaten und Zuständigkeit beim jeweiligen Gerüst.
Umbauten werden als eigene Vorgänge ergänzt. Mit dem Abbau endet die Standzeit, sodass die Angaben für die Rechnungsprüfung bereitstehen.
Für den Baustellenalltag
Die Funktionen folgen den Vorgängen eines Gerüstbaubetriebs. Sie sollen keine allgemeine Projektverwaltung ersetzen, sondern den Nachweis am einzelnen Gerüstobjekt ordnen.
Jedes Gerüst erhält einen eigenen Vorgang mit Baustellenbezug. So bleiben Unterlagen und Ereignisse am passenden Objekt.
Der Aufbau wird als Startpunkt erfasst. Damit beginnt die dokumentierte Standzeit des Gerüsts.
Prüfungen nach Aufbau oder Änderung lassen sich dem Gerüstobjekt zuordnen. Der Vorgang bleibt für Rückfragen auffindbar.
Die Freigabe wird als eigener Schritt festgehalten. Der Status zeigt, ob ein Gerüst für die Nutzung dokumentiert wurde.
Wesentliche Änderungen erhalten einen eigenen Eintrag. Dadurch wird erkennbar, was zwischen Aufbau und Abbau geschehen ist.
Die Standzeit wird vom Aufbau bis zum Abbau am Objekt geführt. Verlängerungen können bei der Rechnungsprüfung abgeglichen werden.
Angaben zur Kennzeichnung des Gerüsts werden beim Objekt geführt. Sie stehen damit nicht nur auf einem Schild an der Baustelle.
Gerüste lassen sich über Baustelle und Vorgang wiederfinden. Das erleichtert die Vorbereitung auf Rückfragen von Auftraggebern.
Für Betrieb und Büro
Gerüstbuch macht keine rechtliche Prüfung entbehrlich. Es schafft aber einen einheitlichen Ort für die Informationen, die im Gerüstbetrieb ohnehin entstehen.
Der Zeitraum zwischen Aufbau und Abbau bleibt am Gerüstobjekt sichtbar. Das Büro kann Verlängerungen vor der Rechnung mit dem Auftrag abgleichen.
Prüfung und Freigabe liegen nicht getrennt von der Baustelle ab. Bei einer Rückfrage lässt sich der Vorgang über das Objekt aufrufen.
Die Dokumentation hält fest, welcher Vorgang wann erfasst wurde. Das schafft eine Grundlage für die interne Klärung.
Änderungen werden nicht im ursprünglichen Aufbau versteckt. Der Verlauf zeigt, wann ein Umbau dokumentiert und geprüft wurde.
Rechtlicher Rahmen
Gerüstbuch orientiert sich an Dokumentationsaufgaben, die sich aus Arbeitsschutzrecht und den einschlägigen Regeln für Gerüste ergeben. Die konkrete Gefährdungsbeurteilung und Prüfung bleiben Verantwortung des jeweiligen Arbeitgebers und der beauftragten Personen.
Arbeitsmittel, deren Sicherheit von den Montagebedingungen abhängt, müssen nach der Montage und vor der ersten Inbetriebnahme geprüft werden. Die Prüfung ist von einer zur Prüfung befähigten Person durchzuführen.
Grundlage: § 14 Absatz 1 Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichVArbeitsmittel, die schädigenden Einflüssen unterliegen und dadurch gefährliche Mängel verursachen können, sind wiederkehrend zu prüfen. Nach außergewöhnlichen Ereignissen, die schädigende Auswirkungen haben können, ist eine außerordentliche Prüfung erforderlich.
Grundlage: § 14 Absatz 2 und Absatz 3 Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichVNicht fertiggestellte Gerüste oder Gerüste, die nicht benutzt werden dürfen, müssen mit einem Verbotszeichen gekennzeichnet und gegen unbefugtes Betreten gesichert werden. Für freigegebene Gerüste sind Angaben zur Gerüstklasse und zu den Nutzungsbedingungen relevant.
Grundlage: TRBS 2121 Teil 1, Gefährdung von Beschäftigten durch Absturz bei der Verwendung von Gerüsten, Abschnitt 4.2.5
Julien Jimenez ist Herausgeber und Autor des Magazins von Gerüstbuch und verantwortet die fachredaktionellen Beiträge.
Preise in der Pilotphase
Die Abrechnung richtet sich nach der Zahl aktiver Gerüstobjekte im Betrieb. Der höhere Tarif soll sich an den Gerüstflächen orientieren, bei denen nicht abgerechnete Standzeiten besonders ins Gewicht fallen.
Für Betriebe, die den Ablauf vor dem produktiven Einsatz kennenlernen möchten.
0 Eurofür die Vorführung
Kein produktiver Betriebstarif.
Für Gerüstbaubetriebe mit bis zu 100 aktiven Gerüstobjekten.
89 Europro Monat
Je Betrieb und Monat.
Für Betriebe mit mehr als 100 aktiven Gerüstobjekten.
149 Europro Monat
Je Betrieb und Monat.
Alle Preise verstehen sich pro Betrieb und Monat, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Der Pilotzugang dient der Vorführung und enthält keine produktive Objektverwaltung.
Fragen aus dem Betrieb
Die folgenden Antworten beschreiben den vorgesehenen Einsatz von Gerüstbuch in Gerüstbaubetrieben.
Nein. Die Prüfung muss weiterhin durch die dafür zuständige und befähigte Person erfolgen. Gerüstbuch dient dazu, den Vorgang und die zugehörigen Angaben am Gerüstobjekt zu dokumentieren.
Gerüstbuch erstellt keine Rechnung und entscheidet nicht über die vertragliche Vergütung. Es hält Aufbau, Änderungen und Abbau am Objekt fest, damit das Büro die dokumentierte Standzeit mit Auftrag und Rechnung abgleichen kann.
Als aktiv gilt ein Gerüstobjekt zwischen dokumentiertem Aufbau und dokumentiertem Abbau. Für die Tarifgrenze zählt der Bestand aktiver Objekte im Betrieb.
Ja. Ein Umbau kann als eigener Vorgang am bestehenden Gerüstobjekt festgehalten werden. Ob eine Prüfung nach einer Änderung erforderlich ist, richtet sich nach den konkreten Umständen und den geltenden Vorschriften.
Der Pilot kann mit den vorhandenen Abläufen abgestimmt werden. Ziel ist, die relevanten Angaben zusätzlich oder künftig am Gerüstobjekt auffindbar zu führen, statt sie nur am Bau oder in Papierordnern zu suchen.
Gerüstbuch richtet sich an Gerüstbaubetriebe mit etwa fünf bis vierzig Mitarbeitern. Besonders passend ist es bei mehreren gleichzeitig stehenden Gerüstflächen, wenn Baustelle, Kolonne und Büro Informationen austauschen müssen.
Sie können eine Vorführung oder frühen Zugang anfragen. Vor der Freischaltung wird besprochen, welche Gerüstobjekte, Prüfabläufe und Abrechnungswege in Ihrem Betrieb relevant sind.
Gerüstbuch Magazin
Fachbeiträge für Gerüstbaubetriebe, die Nachweise auf der Baustelle und die Abrechnung im Büro zusammenbringen wollen.
Dieser Beitrag ordnet feste und ereignisbezogene Termine in einen belastbaren Jahresplan ein. Er unterscheidet klar zwischen gesetzlichen Mindestterminen und Prüffristen aus der Gefährdungsbeurteilung.
Der Beitrag zerlegt den wirtschaftlichen Schaden einer nicht dokumentierten Verlängerung in einzelne prüfbare Posten. Er rechnet mit den eigenen Vertragswerten des Betriebs, nicht mit Branchenwerten.
Diese Checkliste sichert den letzten Abschnitt einer Gerüstakte, vom Abbauauftrag bis zum Rechnungsabschluss. Jeder Punkt zeigt, warum er für Nachweis, Standzeit und Folgetermine erforderlich ist.
Pilotphase
Zeigen Sie uns kurz, wie viele Gerüstobjekte bei Ihnen gleichzeitig stehen und wo heute Unterlagen oder Standzeiten verloren gehen. Wir bereiten die Vorführung anhand dieses Ablaufs vor.
Gerüstbuch richtet sich an Gerüstbaubetriebe mit laufenden Baustellen und mehreren aktiven Gerüsten. Ihre Angaben helfen, die Anfrage dem passenden Tarif und Ablauf zuzuordnen.